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Die Gründungsurkunde der Pfarrei Heilig Geist vom 25. März 1920 beginnt mit „Maximilian, durch Gottes Barmherzigkeit und des apostolischen Stuhles Gnade Bischof von Augsburg“. Gemeint ist Bischof Maximilian von Lingg. „Im speziellen Auftrage des Hochwürdigsten Herrn Bischofs“  teilt das vom Generalvikar unterzeichnete Handschreiben im gravitätischen Ton damaliger Kanzleisprache mit:

„Nachdem durch den seelsorglichen Notstand im heutigen Stadtbezirke Augsburg-Hochzoll, welcher am 30. Juni 1915 zur Errichtung einer katholischen Expositur innerhalb der katholischen Stadtpfarrei St. Ulrich und Afra in Augsburg geführt hat, die Errichtung einer eigenen selbständigen Pfarrei zum unabweisbaren Bedürfnis geworden war, hat das Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf Grund der zwischen unserem Ordinariate und der Regierung von Schwaben und Neuburg hierüber gepflogenen Verhandlungen mit Entschließung vom 10. Januar 1920 Num. 43334 genehmigt, daß der Tochtergemeinde- und Expositurbezirk Augsburg-Hochzoll in seinem damaligen Umfange aus dem Verbunde mit der Pfarrei St. Ulrich und Afra in Augsburg gelöst werde und nunmehr den Sprengel der selbständigen Heilig-Geist-Pfarrei mit dem Sitze in Augsburg-Hochzoll bilde, ferner daß hinsichtlich der Besetzung dieser neuerrichteten Pfarrei Heilig Geist die libera collatio des Bischofs von Augsburg Platz greife. Über die Dotation dieser neuen Pfarrei spricht sich der von der katholischen Kirchenverwaltung der Pfarrei Heilig-Geist unter dem 25. Februar 1920 gefertigte und mit amtlicher Genehmigung der Regierung von Schwaben und Neuburg, Kammer des Innern, vom 1. März 1920 Nr. IV 10892 versehene Stiftungsbrief näher aus. …“

Erster Pfarrer der neuen Pfarrei wurde Josef Wassermann.

Er betreute damals seine Pfarrkinder bereits fünfzehn Jahre lang. Als der 32-jährige Priester 1905 in Friedberg Stadtprediger wurde, hatte er auch für die etwa 800 Katholiken in Hochzoll (das bis 1904 „Friedbergerau“ geheißen hatte) zu sorgen. Das Gebiet war ursprünglich vorwiegend evangelisch gewesen, da die Auen östlich des Lechs nach 1830 durch Kolonisten aus evangelischen Teilen Bayerns besiedelt worden waren. 1870 ließen sich die ersten katholischen Handwerkerfamilien hier nieder, und etwa um 1890 folgten ihnen Fabrik- und Bahnarbeiter; so hatten sich die Konfessionsverhältnisse verändert.
Bereits im selben Jahr 1905 konnte Wassermann eine kleine Notkirche eröffnen.
Wassermann sah seine Seelsorge in Hochzoll nicht nur geistlich, sondern auch real und sozial geprägt. 1908 gründete er den „St. Johannis-Zweigverein“. Solche Vereine (nach dem Vorbild eines zentralen bayerischen Johannisvereins) wurden damals von einer größeren Zahl katholischer Gemeinden geschaffen. Wassermann besaß Weitsicht und wusste, dass die Betreuung gefährdeter Kinder in einem Vorort der Industriestadt Augsburg sehr wichtig ist. Das Kinderheim an der Karwendelstraße, das der Verein baute und das noch heute besteht, wurde im Dezember 1908 in Betrieb genommen.
1912 konnte die Notkirche mit einem durchaus respektablen, von Kirchenbaumeister Albert Kirchmayer gestalteten Anbau erweitert werden. So hatte Hochzoll, das 1913 in die Stadt Augsburg eingemeindet wurde, eine den Verhältnissen entsprechende Kirche. 1914 wurde das Pfarrhaus erbaut.
Die im bischöflichen Schreiben erwähnte Umwandlung im Jahr 1915 zu einer Expositur von St. Ulrich und Afra, also zu einer im seelsorglichen Bereich relativ selbstständigen Außenstelle, brachte eine weitere Aufwertung.
Das Gebiet von Friedberg-West, das zuerst nicht zur Pfarrei Heilig Geist, sondern zu St. Jakob in Friedberg gehörte, steigerte in der Zeit zwischen den Weltkriegen deutlich seine Einwohner­zahl. Seit im Jahr 1913 HochzoIl nach Augsburg eingemeindet worden war, verlief die Kreisgrenze an der Meringer Straße. Im  Jahr 1936 wurde der praktisch neue Stadtteil an die Pfarrei Heilig Geist angegliedert. Daraus resultiert eine jedenfalls im engeren Raum seltene Besonderheit unserer Pfarrei, nämlich dass Heilig Geist im Gebiet zweier verschiedener politischer Gemeinden liegt. Hochzoller und „Friedberg-Westler“ fühlten sich immer als Einheit, auch wenn sich vor allem seit 1970, als die Kinder von Friedberg-West die Grundschule in Friedberg besuchen mussten, manches komplizierter gestaltete. „Erbstück“ der „Einpfarrung“ war auch das schöne Barockkirchlein von Maria Alber.
Zu Heilig Geist gehörte von Anfang an eine Kaplansstelle, zunächst für einen einzigen Kaplan, seit 1959 schließlich auch für einen zweiten. (Auf diese Personalausstattung können wir natürlich nur noch neidisch zurückschauen…) Pfarrer Wassermann ging 1950 in den Ruhestand. Er verblieb in der Pfarrei und wohnte bis zu seinem Tod 1953 im Pfarrhaus.
Geistlicher Rat Johann Baptist Mayer wurde sein Nachfolger, 59 Jahre alt und bereits mit reicher Erfahrung als Pfarrer.
In seine Zeit fiel vor allem der Bau unserer jetzigen Pfarrkirche.
Die Gemeinde von Heilig Geist hatte sich mit 6000 Mitgliedern zur damals größten Stadtpfarrei entwickelt. Daher benötigte man dringend einen Ersatz für zu klein gewordene vorläufige Kirche.
Der Entwurf der neuen Kirche stammte von Thomas Wechs, einem der führenden Kirchenarchitekten unseres Gebiets (Näheres zur Kirche und ihrer Ausstattung s. den gesonderten Artikel).
Die neue Kirche wurde am Sonntag, 25. September 1955 durch den Bischof von Augsburg, Dr. Josef Freundorfer eingeweiht.
Pfarrer Mayer starb am 4.2.1961. Als Nachfolger wurde mit Wirkung vom 1.April 1961 der bisherige Günzburger Benefiziat und Stadtprediger Alois Egger berufen, der am 26. Oktober 1926 in Augsburg geboren und 1951 zum Priester geweiht worden war.
Das starke Wachstum des Stadtteils Hochzoll und der Katholikenzahl machte 1961 die Teilung der Pfarrei nötig. In Hochzoll-Süd wurde eine eigene Pfarrei „Zu den Heiligen Zwölf Aposteln“ gegründet.
Kennzeichnend für die Situation der Pfarrei war in den Jahren zwischen 1955 und 1970 das außerordentlich starke und rasche Wachstum des Stadtteils. Trotz der Abtrennung von Hochzoll-Süd erreichte Heilig Geist 1969 eine Zahl von nicht weniger als 13800 Gemeindemitgliedern.
Weitere Marksteine der „Baugeschichte“ der Pfarrei waren in der Zeit von Pfarrer Egger:
·        1965: Heilig Geist bekommt eine neue Orgel.
·        1964: Im Bereich der Pfarrei wird der Neue Ostfriedhof geschaffen. Bis dahin war der „zuständige“ Friedhof für die Katholiken aus Hochzoll-Nord der Friedhof von Herrgottsruh in Friedberg.
·        1965: Im Zusammenhang mit der Liturgiereform bekommt Heilig Geist einen vorläufigen neuen Altar; später werden auch Kommuniongitter und Kanzel abgebaut.
·        1967: Beendigung der Renovierung von Maria Alber
·        1969: Reparaturarbeiten an Turm, Pfarrsaal und Sakristei; insbesondere wird ein kleiner Pfarrsaal im Norden des großen geschaffen.
·        1972: Fertigstellung des damaligen Hauptprojekts der Pfarrei: des Kindergartens in der Herzogstandstraße
·        1976: Ende des Altarprovisoriums und neuer Altar (aus dem Kalksteinblock des alten Hochaltars herausgeschnitten)
·        1980 und 1981: große Renovierung der Kirche und des Platzes. Der neue Kirchplatz wird mit Verbundsteinen in Fischform gepflastert. Der Fisch, schon immer ein christliches Symbol, wird in stilisierter Form ein Kennzeichen der Pfarrei.
·        1980: Die Kirche erhält das große Kreuz an der Stirnseite des Chorraums.
·        1984: Die Kirche wird mit dem Kreuzweg ausgestattet, damit ist die Ausgestaltung im Wesentlichen vollendet.
·        1988: Abschluss einer erneuten Renovierung von Maria Alber
·        1996 und 1997: umfassende Renovierung des Kindergartens
Für die „innere“ Geschichte der Pfarrei hatte natürlich das Zweite Vatikanische Konzil 1962 bis 1966 die größte Bedeutung. Beim Schmökern in den damaligen Pfarrbriefen fühlt man etwas von der Dynamik, aber auch von den heute unverständlichen Bedenklichkeiten, die das Konzil damals bei Gläubigen und Klerus auslöste. So stellt in der Nummer 1966 Nr. 5 unter der Rubrik „Hochzoller Gemeinde-Parlament“ ein Mitglied der Gemeinde die Frage, warum man die deutsche Sprache nicht für die ganze Liturgie eingeführt habe. Das Konzil sei da „noch manches schuldig geblieben“. „In Holland ist man da weniger pingelig als bei uns. Oder kann man damit rechnen, dass künftig auch die Wandlung in deutscher Sprache vollzogen wird?“ Die von Pfarrer Egger autorisierte Antwort des Pfarrbriefs: „Es stimmt, dass in anderen Ländern die ganze Liturgie in der Muttersprache gefeiert wird. In Deutschland haben die Bischöfe dazu noch keine Erlaubnis gegeben. Sicher ist aber diese Entwicklung nicht aufzuhalten.“
Etwas ganz anderes, worüber sich offenbar manche Gläubige wunderten, wird in der Ausgabe 1971/3 genannt: „Herr G.H., der erst vor kurzem hergezogen ist, schreibt: In meinem früheren Wohnort war es so, dass man den Pfarrer sofort an der Kleidung erkannte. Hier finde ich aber in der Kleidung kaum mehr einen Unterschied zwischen Pfarrern und Laien. Warum sind Sie nicht strenger in dieser Hinsicht?“ Die Antwort: „Weil es nicht notwendig ist! Die hier angestellten Geistlichen kennt man mit oder ohne Kollar, mit schwarzer oder brauner Krawatte. Wir ziehen ja das strenge priesterliche Spezialgewand nicht deswegen an, weil wir uns unkenntlich machen wollen. … Die Erfahrung zeigt uns, dass es wirklich nicht auf das genormte Gewand ankommt. Zur Beruhigung aller: Wir haben noch alle Talar und Kollar und ziehen sie auch wenn nötig an.“ Weder die Frage noch die Antwort würde wohl heute so formuliert werden. Aber immerhin waren auch damals die Geistlichen von Heilig Geist Befürworter neuer und zukunftsweisender innerkirchlicher Entwicklungen!
Im Gefolge des Konzils wurde in den Pfarreien in Deutschland auch ein Pfarrgemeinderat eingerichtet. Ganz neu war allerdings ein solches Gremium in Heilig Geist nicht; es bestand bereits ein Pfarrausschuss, der regelmäßig tagte (Ausgabe 1968 Nr. 1). – Sicherlich gab es damals nicht nur die Aufbruchsstimmung und das Wehen des Heiligen Geistes, sondern auch schon ein langsames Abnehmen des Anteils der Gottesdienstbesucher. In Ausgabe 1965/1 klagt Pfarrer Egger, dass nur noch ein Drittel der Katholiken am Sonntag zum Gottesdienst kommt. (Heute wären wir über eine solche Quote froh…)
Trotzdem: Heilig Geist war immer eine aktive Pfarrei und fühlte sich auch als solche. Beim „Männerfrühschoppen“ ging es gleichermaßen um Glauben wie um Politik. Kennzeichnend war ein reiches Vereinsleben. Die Hochzoller Gruppierungen von Kolpingsfamilie, Frauenbund, Werkvolk gingen bereits auf die Zeit um den Ersten Weltkrieg zurück. 1962 wurde der DJK-62-Hochzoll gegründet, 1969 der „Kranken- und Altenpflegeverein e.V. für die Pfarrei Heilig Geist“, 1999 der „Förderverein für Orgel und Kirchenmusik“. Die früheste Gründung eines sozial orientierten Vereins (St. Johannis-Zweigverein) und einer entsprechenden Einrichtung (Kinderheim) fand, wie bereits vermerkt, schon im Jahr 1908 statt, als es in Hochzoll noch gar keine offizielle katholische Pfarrei gab.
Als aktive Pfarrei erwies sich Heilig Geist bei der Aktion „neu anfangen“, bei der sie sich in den Jahren 1993 bis 1995 auf Initiative des Pfarrgemeinderats zusammen mit einer Reihe anderer katholischer und evangelischer Pfarreien beteiligte. Im Mittelpunkt des Unterneh­mens stand die Überzeugung, dass sich der Glaube eines Erwachsenen fortentwickeln muss. Ziele waren, sich aus der sich im Laufe der Jahre ergebenden religiösen Routine zu lösen, sich untereinander auszutauschen, sich Gedanken über den eigenen Standort im Glauben zu machen, den Glauben in der Öffentlichkeit positiv ins Gespräch zu bringen, Fernerstehende zu erreichen und vielleicht dem einen oder anderen wieder einen Zugang zum Glauben zu vermitteln. Die mit der Aktion verbundene Telefonaktion und die Broschürenverteilung verlangten durchaus ein Sich-aus-dem-Fenster-Lehnen. Eine positive Erfahrung waren die über Jahre hinweg aktiven konfessionsübergreifenden Gesprächskreise.
Kennzeichnend für Heilig Geist war immer auch eine lebendige Ökumene. Pfarrer Baer von St. Matthäus drückte dies in seinem Grußwort zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Pfarrei 1970 so aus: „Es darf einmal ruhig gesagt werden, dass hier in zwei Gemeinden am Rande unserer Stadt, im Stillen und manchmal auch in der Öffentlichkeit, schon ökumenisch gedacht und gehandelt wurde, ehe dieses Wort Schlagzeile geworden ist.
Kennzeichnend für Heilig Geist war schließlich eine moderne Öffentlichkeitsarbeit. Von 1962 bis 1984 erschien die „Hochzoller Brücke“, als „Pfarrbrief neuen Stils“, redigiert von professionellen Journalisten (Willi Weiskirch, Chefredakteur von „Weltbild“, und Walter Fischer; ab 1970 Dr. Albert Reichert, Chefredakteur der Kirchenzeitung und zugleich Mitglied des Pfarrgemeinderats). Diese Publikation der Pfarrei verstand ihren Titel nicht nur äußerlich, sie wollte auch im übertragenen Sinn „Brücken schlagen“: „Isoliert dürfen wir als Katholiken nicht leben. Gott hat uns in diese Hochzoller Gemeinde gestellt. Darum müssen wir für diese Gemeinde Verantwortung sehen. Wir müssen uns auch um das Diesseits in unseren Pfarreien kümmern“ (1962/1). Die „Hochzoller Brücke“ nahm deshalb immer wieder auch Stellung zu Fragen der Entwicklung des Stadtteils Hochzoll, schon von der ersten Ausgabe an. Manches für die jetzigen Hochzoller recht Ungewohntes ist da zu lesen. In 1962/1 geht es um den Straßenbau, z.B. die Bahnunterführung an der Peterhofstraße: „Der Schrankenwärterposten wird endgültig der Vergangenheit angehören“ (auch die im weiteren Verlauf schon bestehende Unterführung an der Münchner Linie solle verbreitert werden). Manches klang noch sehr wolkig: „Die Nebelhornstraße soll … durchgeführt werden bis zur Meringer Straße. Das bedeutet: Hochzoll-Süd wird an diese Straße angebunden. Hier wird sich der Hauptverkehr abwickeln. Dieser Verkehr wird an dem größten noch unbebauten Gelände inmitten des Weichbildes von Hochzoll vorbeiführen. Es liegt an der Ecke Meringer/ Friedberger Straße und wird nach Westen hin von der Peterhofstraße begrenzt. Was wird hier? Die Hoffnungen der Stadt, es für den Wohnungsbau erwerben zu können, haben sich zerschlagen. Die Grundstückseigentümerin – die Bundesvermögensverwaltung – will es selbst bebauen: Entweder entsteht hier eine technische Schule oder ein Wohnungsprojekt für die Bundeswehr“  (1963/3). Es kam anders: Die Verkehrsströme aus Hochzoll-Süd fließen weiterhin durch beide Stadtteile, und auf dem erwähnten freien Platz begann 1976 das Rudolf-Diesel-Gymnasium mit dem Unterricht.
Immer wieder und in vielen Ausgaben der „Hochzoller Brücke“ wurde das Problem der fehlenden Schulräume aufgegriffen. Die Zusammenarbeit mit den Hochzoller Schulen beschränkte sich keineswegs auf solche Erwähnungen im Pfarrbrief. Es gab regelmäßige Gesprächskreise mit den Schulleitern, zu denen Pfarrer Egger und später Pfarrer Miorin einluden; die Kollegien der Hochzoller Schulen trafen sich über lange Jahre hin am letzten Schultag im Pfarrsaal oder im Pfarrgarten.
Auch soziale Probleme und Entwicklungen, konkret dass es „bei uns Not gibt“, wurde gesehen; und wenn die Titelseite der Pfingstausgabe der „Hochzoller Brücke“ in diesem Zusammenhang mit „Die im Dunkeln sieht man nicht“ ein Brechtzitat als Überschrift wählte, war dies 1962 durchaus mutig.
Die „Hochzoller Brücke“ engagierte sich auch für die aus Heilig Geist hervorgegangene neue Pfarrei Zwölf Apostel; die Leitartikel der ersten Ausgaben sind von den Pfarrern beider Gemeinden unterschrieben.
Mit dem Abschiedsgottesdienst am 19. Juli 1997 endete die 36-jährige Tätigkeit von Pfarrer Egger in unserer Pfarrei. Pfarrer Egger verstarb am 27. Juni 2018 in Augsburg. Er ist auf dem Neuen Ostfriedhof im Priestergrab begraben.
Als Nachfolger von Pfarrer Egger wurde am 4.Oktober 1997 Albert Miorin  eingeführt. Er wurde 1958 in Memmingen geboren und 1985 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Starnberg und ab 1992 Pfarrer in der Pfarreien-Gemeinschaft Weßling, Oberpfaffenhofen und Unterbrunn im oberbayerischen Teil des Bistums. Zusätzlich war er auch Dekanats- Jugendseelsorger und Caritaspfarrer.
Das Fortschreiben der „Baugeschichte“ trat bald als Forderung und zeitraubende Aufgabe auch an Pfarrer Miorin heran. Die Orgel von 1965 hatte im Laufe der Jahre mehr und mehr gelitten. 1998 stand dann fest: Eine Renovierung würde praktisch nichts mehr helfen, in längstens fünf Jahren würde die Orgel kaum mehr spielbar sein. Durch einen glücklichen Zufall konnte eine schon bestehende Orgel erworben werden. Sie wurde 2002 eingeweiht (Näheres im Artikel über die Kirche Heilig Geist).
Nächstes Problem war das Pfarrzentrum. Der bisherige Pfarrsaal zusammen mit dem „kleinen Pfarrsaal“ und dem „oberen Zimmer“ waren für die Erfordernisse eines gegenwärtigen Gemeindelebens nicht mehr geeignet, insbesondere wegen der mangelnden Abtrennung: Was im einen Raum gesagt wurde, hörte man auch in den beiden anderen, so dass mehrere Veranstaltungen zur gleichen Zeit unmöglich waren. Die Planungen zu einem Umbau begannen 2001. Betroffen waren auch die Jugendräume im Trakt zwischen Kirche und Pfarrhaus. Auch deren Anlage und Einrichtung entsprach nicht mehr den Anforderungen. Mit Optimismus und Mut verfolgte Pfarrer Miorin das Ziel, das in der Zeit immer knapper werdender Gelder durchaus anspruchsvoll war (Näheres im Artikel über das Pfarrzentrum). 2010 konnten die Umbauten abgeschlossen werden.
Auch die Kirche selbst erhielt 2010 eine letzte Vervollständigung der Ausstattung in Gestalt der sechs Leben-Jesu-Tafeln von Michael Veit im Altarraum. 2014 war eine aufwändige Innenrenovierung der Kirche fällig, die nicht nur der dringend erforderlichen Reinigung von Wand und Decke galt, sondern auch etwa der akustischen und lichttechnischen Verbesserung und der Erneuerung der in die Jahre gekommenen Elektrik.
Heilig Geist blieb auch im religiösen Leben eine ausgesprochen lebendige Gemeinde. Neue und innovative Akzente wurden gesetzt, z.B. in der Vielfalt der Gottesdienstformen: Laudes und Evening Prayer, Gottesdienst der 1000 Lichter, Stationsgottesdienste an Orten des Alltagslebens, aber auch Klagegottesdienst,  Rockmesse und Kinderkirche.
Pfarrer Miorin hatte in seiner Vorstellung im Gemeindebrief Oktober 1997 geschrieben: „Acht größere und kleinere Dörfer mit zwölf Kirchen habe ich nun mit einer einzigen großen Pfarrgemeinde vertauscht.“ Dabei sollte es jedoch nicht bleiben: Nachdem schon mehrere Jahre die Bildung einer Pfarreien-Gemeinschaft mit Zwölf Apostel im Raum stand, wurde sie, relativ überraschend, im September 2010 Wirklichkeit. Ein Pfarrer betreut von jetzt an zwei große Pfarrgemeinden. Dieser Schritt dürfte wohl einer der entscheidendsten in der Geschichte von Heilig Geist sein.
2016 übernahm Pfarrer Miorin eine neue Pfarrerstelle, und zwar in der Pfarrei St.Johannes Baptist in Pfaffenhofen an der Ilm. Am 25.September fand in Heilig Geist der Abschiedsgottesdienst statt.
Nachfolger von Albert Miorin wurde Pfarrer Manfred Bauer, 43 Jahre alt und aus Landsberg am Lech stammend. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 2003 war er Kaplan in der Pfarrei St.Lorenz in Kempten und in der Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn. 2008 wurde ihm dann die Aufgabe als Pfarrer von St.Martin in Dasing und als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Dasing mit ihren fünf Einzelpfarreien übertragen. Nunmehr wurde also Pfarrer Bauer mit Wirkung vom 1.Oktober 2016 Pfarrer von Heilig Geist und Leiter der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist und Zwölf Apostel. Die feierliche Einführung in sein neues Amt fand am 16.Oktober statt.

Als Quellen wurden vorwiegend die Pfarrbriefe verwendet. 1962 bis 1984 hießen sie „Hochzoller Brücke“, dann „INFO“, ab 1998 „Gemeindebrief Heilig Geist“. Die Angaben zur Gründungsgeschichte und zu den ersten 50 Jahren der Pfarrei sind vorwiegend der Festausgabe der „Hochzoller Brücke“ vom Oktober 1970 entnommen (auch 1962/1 und 1975/3). Als Quelle für die allgemeine Geschichte des Stadtteils wurde herangezogen: Hochzoll, Geschichte eines Augsburger Stadtteils, hrsg. von Berthold Schwager und Hans Thieme, Augsburg 1985, Himmer Verlag.

Das Bildmaterial entstammt hauptsächlich der Ausstellung, die der Pfarrgemeinderat 2005 zum 50-jährigen Kirchweihjubiläum veranstaltete.

Wo muss ich hin?

Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist und Zwölf Apostel

Pfarrei Heilig Geist Pfarrei Zwölf Apostel
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Alpseestraße Biberkopfstraße
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Altbayernstraße Breitenbergstraße
Ammerseestraße Elmauer Weg
Andechsstraße Farchanter Weg
Arthur-Piechler-Straße Fellhornstraße
Auerbergweg Friedrich-Deffner-Straße
Augsburger Straße (40, 42, 44, 46-E) Friedrich-Sohnle-Straße
Bannwaldseestraße Garmischer Straße
Beethovenstraße Geishornstraße
Berchtesgadener Straße Grainauer Weg
Burgfriedenstraße Hochvogelstraße
Burgpflegerstraße Höfatsstraße
Burgvogtstraße Ifenstraße
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Dr.-Balthasar-Hubmaier-Straße Iselerstraße
Dominikus-Ringeisen-Straße Krottenkopfweg
Edelsbergstraße Mittenwalder Straße
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Falkensteinstraße Murnauer Weg
Feldstraße Nebelhornstraße
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Friedrich-Schuck-Straße Oytalstraße
Fröschweilerstraße Rubihornstraße
Frundsbergstraße Säulingstraße
Fürstenfelderstraße Söllereckstraße
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Gärtnerweg Schrofenstraße
Goethestraße Stillachweg
Grüntenstraße Stuibenstraße
Gunzesrieder Weg Seefelder Straße
Hans-Carossa-Straße Trettachstraße
Herzogstandstraße Wallgauer Weg
Hindelanger Straße Zedlitzstraße (1-15, 17-E)
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Karwendelstraße
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Meringer Straße (ungerade)
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